Schneeglöckchen, Gleissröckchen.

19. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Kein Freud’scher Versprecher, sondern pure Erkenntnis. Fällt irgendwo eine Schneeflocke oder braust ein Sturm namens Joachim durch Gebälk, kommt man nirgendswohin. Am Samstag schon, stand ich bei der Deutschen Bahn und war eigentlich wenig verwundert, dass ganze Tannenbäume zwischen Basel und Freiburg auf der Schiene lagen. Rechnet man ja mit, so kurz vor Weihnachten. Santa hat einfach einen anderen Distributionskanal benutzt. Aber eines gibt doch zu denken. Das das Eisenbahnland schlechthin, beim ersten Schnee, Probleme mit den Weichen hat, lässt aufhorchen. Das Vaterland ist in Gefahr, versteckt den Käse und die Uhren, rettet Euch selbst – oder trinkt in Ruhe einen Tee. Wenigstens ein paar Minuten mehr Zeit für mich, wenn auch nur im Zug.

Source: Warner Bros.

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Der Ernst des Lebens.

16. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Der war er wieder, der Ernst, der ernst ist. Seit 14 Tagen wieder am Schaffen und das nach 330 Tagen reisen, schlafen, faulenzen, lesen, schreiben und kochen. Kochen fehlt mir am meisten; Zeit zum ausprobieren oder meine Brot-Kreationen entwickeln. Die dornigen Seiten des Alltags haben mich wieder. Zuerst dachte ich noch, bin ja ganz entspannt – aber jetzt wieder die alte Tretmühle und das acht Tage vor Weihnachten. Wenig und schlechter Schlaf, ungesundes Essen, Gewichtsverlust (cool), zu viele Gedanken. Ernst kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet ernsthaft oder entschlossen. Bin ich natürlich, wahnsinnig entschlossen sozusagen. Und letztendlich bedeutet der Name im Schweizerdeutschen Erni. Und Ernie würde sagen: “I’m sorry, you’ll have to speak a little louder. I can’t hear you. I have a banana in my ear. I use the banana to keep the alligators away.“

Source: lanz rath

Die Muppets als Kommunisten?

10. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt Menschen und Figuren, die sind unantastbar. Egal, was die machen, es ist immer entschuldbar, man verzeiht Ihnen. Nur eines geht gar nicht, Ihnen Böses zu unterstellen. Die Muppets gehören definitiv zu dieser Kategorie. Die Guten sind gut und die Bösen eben böse. Grauzonen gibt es bei den Muppets nicht. Und jetzt ein Journalistenfossy ähm – fuzzi, der meint, er müsse ihnen Kommunismus unterstellen. Ist denn das zu fassen? Hammer, Sichel, Plüsch? McCarthy lässt grüssen. Oder einfach nur gutes Marketing – who knows. Mein Favorit ist übrigens die Muppets Weihnachtsgeschichte mit Gonzo und Rizzo als Erzähler. Happy Advent weiterhin.

Source: The Muppets

Astérix chez les Helvètes.

8. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Für jeden Gallier gibt es kein besseres Schwein, als ein gegrilltes Wildschwein. Anders gesagt, man wäre krank, wenn man sein Wildschwein nicht essen will. Ich wollte mein Schwein essen – 19 kg pure Waldenergie aus der Region. Vom Jäger unseres Vertrauens sozusagen. Ob Asterix und Obelix in der Nähe waren, ist nicht überliefert. Und Feistus Raclettus wurde geradewegs ausgeladen. Wo Mensch dem Schwein gegenübersteht – frei interpretiert aus Schillers Wilhelm Tell, da fallen eben die Äpfel nicht vom Kopf, sondern geradewegs ins Maul.

Sammelwut.

29. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Gerade wieder ein Rezept ausgeschnitten, Bild raufgeklebt. Als leidenschaftlicher Amateur ist man ja immer auf der Suche nach Kreationen, aber mehr denn je, lese ich ein Rezept und kreiere daraus etwas Neues. Rezepte von gestern, für den Hunger von morgen. Natürlich gib es sogar Apps für die eigene Datenbank, aber spätestens wenn der Fond über das IPad fliesst oder die Mousse auf das IPhone tropft, ist der Spass vorbei und man wünscht sich die Papierform wieder. Letzte Woche hab ich doch tatsächlich Rezepte entdeckt, die ich bereits mit 10 Jahren aufgeschrieben habe. Alter Profi eben – früh sammeln, später ernten. Grosses Kino. Auch Kochbücher kann man nie genug haben. Mein neuste Errungenschaft „Saucen nach Escoffier“ von Romeo Brodmann inklusive Widmung und Fachsimpelei mit dem Autor. Freue mich auch schon auf mein Weihnachtsgeschenk „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi, von dem mein Dad sagt, es wären so komische Rezepte drin. Fleischfresser bleibt eben Fleischfresser.

Wenn ich ein Produkt wär.

27. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Gutes Personal zu finden ist schwierig. Oder auch nicht, wenn man die richtigen Fragen stellt im ersten Gespräch. In den letzten Wochen bin ich mit den ungewöhnlichsten Fragen in Vorstellungsgesprächen konfrontiert worden.  Ich weiss nicht, ob das Mode ist oder den Zeitgeist widerspiegelt, jedoch sagt die Fragenauswahl eine Menge über den Fragenden aus. Als Quereinsteiger, und sozusagen Nichtschwimmer, muss man immer mit einer Überraschung rechnen. Da ich nicht alle aufzählen kann, habe ich die beste herausgepickt. Wenn Sie ein Produkt wären, wie würde dieses Produkt (mit einem Wort) heissen? Je nach Stimmungslage, denkt man zuerst an Mars oder Snickers, vielleicht auch an Red Bull, Nutella oder Calgonit. Nun ja, ich habe mich sofort als quadratischen Tetrapak oder kartonartiges Gebilde erkannt. Quadratisch, praktisch, gut. Aber ob ich jetzt Apfelsaft, Flüssigseife oder Waschmittel war, ist mir entfallen.

Source: Freddy Leck

Siri.

26. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Die schwedische Kurzform von Sigrid (sigr = der Sieg, fridr = schön). Schön ist das Gerät definitiv, aber ein Sieg über die Technik? Laut Eigenwerbung versteht sie, was Du sagst, was Du meinst und macht, was Du willst. Eigentlich zu viel des Guten, oder? Wiedergabe der gestrigen Konversation zwischen Siri und meinem Mann.

User: „Wie werde ich Millionär?“
Siri: „Entschuldigung, ich verstehe Millionär nicht.“
User: „ Wie werde ich reich?“
Siri: „Es tut mir leid, ich befürchte ich kann das nicht beantworten.“
User: „Arschlecken.“
Siri: „Kein Grund gleich ausfallend zu werden.“

Source: Spiegel