Ich habe…

31. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

– 334 Tage gemacht, wozu ich Lust und Laune hatte, bin gereist, gelernt und meinen Horizont erweitert – mich und meinen Mut dazu manchmal schon bewundert – 3 x die Haarfarbe gewechselt – jede Woche mindestens 2 Märkte besucht, in Frankreich sogar mehr – öfters Spaziergänge durch den Ort gemacht, in dem ich wohne und viele Entdeckungen dabei gemacht – stark mit dem Sport angefangen und ebenso stark nachgelassen – es genossen, im Sommer mit dem Rad über die Felder zu fahren – mit meiner Eismaschine die Stromkosten nach oben getrieben – 20 Museen und vermutlich noch mehr Ausstellungen besucht – es erst nach 2 Monaten geschafft ruhig zu werden – bzw. war niemals krank während der ganzen Zeit – es geschafft, bei minus 34 Grad mit Schlittenhunden oberhalb des Polarkreises zu fahren – diverse Fashion, Kunst und Food Messen besucht – in Asien viele neue kulinarische Entdeckungen gemacht – einen Singapur Sling im Hotel Raffles getrunken – immer noch keine Schuhe von meinem Schuster – 26 neue Koch-, Back- und Foodbücher gekauft – und ebenso viele Romane oder Sachliteratur gelesen – fast jeden Tag geschrieben, für meinen Blog, Konzepte und vieles mehr – mich unterwegs immer über spannende Gespräche mit Fremden gefreut – französisch mit dem Kurzzeitgedächtnis gelernt, hielt gerade bis Juli und im Oktober war alles wieder weg – ein gefühltes halbes Jahr in Frankreich verbracht – bei den besten Köchen gelernt, wie man Fisch richtig ausnimmt oder ein Huhn zerteilt oder aus einer Kartoffel einen Kubus mit einer beweglichen Kugel schnitzt – 3 x Paul Bocuse getroffen – mich autodidaktisch zum Gastrosophen weitergebildet – eine Ausbildung in Ernährung angefangen – den Sommer im Freiluftkino verbracht und mehrmals Midnight in Paris gesehen – Sauerteig gezüchtet, der das weltbeste Brot hergibt – gekocht, gekocht, gekocht und das jeden Tag – mich gewundert, dass mich niemand mehr zum Essen einlädt, ausser wenige Mutige – mich durch die Weinanbaugebiete Beaujolais, Burgund, Cote du Rhone, Baden, Südtirol, Kroatien und Serbien getrunken – meinen Mann am Schweizer Alpenbrevet und bei der Swiss Brompton Championship angefeuert – Singapur, Berlin, Wien, München, Lyon, Avignon, Beaune, Belgrad sowie Österreich, Italien, Frankreich, Deutschland, Finnland, Serbien, Kroatien, Slowenien bereist – Krisen geschoben, ob ich das Richtige tue – noch mehr reisen wollen, mich aber lieber darauf konzentriert, mich beruflich neu auszurichten – mich nicht neu erfunden, aber jede Minute genossen und würde es jeder Zeit wieder tun – den besten Mann auf der Welt, der mich unterstützt, motiviert und aufgemuntert hat. Danke – ILD.

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Na, alte Kruste?

30. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Zum kulinarischen Rückblick des Jahres 2011 gehört auch meine neu entdeckte Leidenschaft fürs Brot backen. Die irgendwie schon immer da war, aber nie so ausgeprägt. Brot richtig backen kostet Zeit, wahnsinnig viel Zeit. Wird aber belohnt, denn der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Zu mindestens für mich. Oder wie schon Emanuel Wertheimer, ein Philosoph, sagte: Kehrt der Feinschmecker zur Natur zurück, prasst er bei trockenem Brot. Inspiriert zum Sauerteig ansetzen hat mich Malin,  eine Schwedin, die mit ihrem Sauerteig durch halb Europa reist und im Notfall sogar auf der Motorhaube knetet. Sauerteig ist ein heikles Ding (es gibt sogar Leute, die geben ihm einen Namen) und will gepflegt werden. Nach fünf Monaten ist meiner nun richtig gut – rosig, nussig, saftig. Dank vieler Fachbücher, dem Plötzblog und natürlich etlichen Gesprächen mit Bäckermeistern und anderen Brotfreaks. Happy New Year, alte Kruste!

Der kulinarische Jahresrückblick II.

28. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Und irgendwie hab ich ja nicht nur gegessen, sondern auch gelernt, gekocht und kreiert. Viele Handgriffe, die früher undenkbar waren, sind heute normal und haben mir geholfen eine bessere Köchin zu werden. Die Braten werden deswegen aber nicht grösser, sondern nur die Zutaten feiner und hier und da finden kleine Dinge den Weg auf den Teller, die stundenlang  geköchelt, gesiebt, passiert und aromatisiert werden.  Wer hat gesagt, es wäre leicht? Ich habe den Sommer und Herbst genutzt, sieben Tage die Woche ausgedehnt zu kochen, Bauernmärkte zu besuchen, Zutaten zu finden. Hätte ich noch einen Garten oder eine Ziege gehabt, hätte ich zudem gepflanzt und gemolken.

Der kulinarische Jahresrückblick I.

28. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Man kann nie früh genug anfangen, auch mit dem Jahresrückblick. Damit jeder der Erste ist, gibt es die Rückschau aufs Jahr sogar schon Mitte Dezember. Die beste Hochzeit, Katastrophen, Euro-Misere, Steve Jobs im iCloud und so weiter. Meine Rückblende beschränkt sich natürlich auf meine Erlebnisse und da diese so zahlreich waren, muss ich das Ganze mehrteilig anbieten. Der Mehrteiler zu Weihnachten, wie früher im Fernsehen. Wir starten mit dem Thema, dass mir am meisten am Herzen liegt, logisch. Gegessen, geschnuppert und geschlemmert habe ich in vielen Städten und Ländern. Von 3 Sterne-Tempeln über Gault Millau Restaurants bis hin zu Garküchen, alles dabei gewesen. Durch die Welt gefressen, förmlich.

Auf der Suche.

27. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Nach der perfekten Silvesterparty. Alle machen spannende Vorschläge, aber keiner will es wirklich organisieren. Man wartet auf das übliche OK, eben auf die, die es immer stemmen. Pustekochen, Ihr Pappnasen! Lasst mich doch einfach in Ruhe und nervt nicht mit den üblichen Fondue Geschichten oder jeder-bringt-was-mit Attitüden. Einfach in Ruhe in der Kälte sitzen, ein Glas Champagner trinken und das Jahr Revue passieren lassen. Keine Hüte aufhaben und dämlich dabei aussehen und aufs Ende des Jahres, neue Beute, Vergebung und Veränderung warten. Will ich nicht. Mich aufs neue Jahr freuen und meinem eigenen Stern folgen – das werde ich.

Alle Jahre wieder.

26. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Alle Jahre wieder. Sind wir auf der Jagd. Nach dem besten Geschenk, der leckersten Weihnachtsgans, dem süffigsten Wein und ein bisschen Ruhe. Nach all dem Gehetze und Gezerre, wollen wir doch nur entspannen – um Himmelswillen. Und dann sind wir wehmütig, wenn es nach drei Tagen schon vorbei ist. Kann man Weihnachten eigentlich verlängern? Länger auf der Couch sitzen und Polarexpress oder Aschenbrödel schauen, länger verweilen bei Christstollen und Rotkraut, noch mehr 4-Gang-Menüs kochen, gute Freunde im Haus haben und „Christmas with The Puppini Sisters“ in der Endlosschleife hören. Und bitte ohne Sonnenschein, aber mit Schnee. Schön wär’s.

Schneeglöckchen, Gleissröckchen.

19. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Kein Freud’scher Versprecher, sondern pure Erkenntnis. Fällt irgendwo eine Schneeflocke oder braust ein Sturm namens Joachim durch Gebälk, kommt man nirgendswohin. Am Samstag schon, stand ich bei der Deutschen Bahn und war eigentlich wenig verwundert, dass ganze Tannenbäume zwischen Basel und Freiburg auf der Schiene lagen. Rechnet man ja mit, so kurz vor Weihnachten. Santa hat einfach einen anderen Distributionskanal benutzt. Aber eines gibt doch zu denken. Das das Eisenbahnland schlechthin, beim ersten Schnee, Probleme mit den Weichen hat, lässt aufhorchen. Das Vaterland ist in Gefahr, versteckt den Käse und die Uhren, rettet Euch selbst – oder trinkt in Ruhe einen Tee. Wenigstens ein paar Minuten mehr Zeit für mich, wenn auch nur im Zug.

Source: Warner Bros.

Wo bin ich?

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