Ins Hemd machen.

29. April 2011 § 2 Kommentare

Wo  auch immer dieser Ausdruck herkommt, ist mir wurscht.  Aber aktuell, mach ich mir glatt ins Hemd. Egal, ob die Hemden früher länger waren oder ob man im Mittelalter die Unterhemden an die Strümpfe geknüpft hat. Alles vergessen und verrottet, wenn ich mich den Herausforderungen der nächsten sechs Wochen stellen muss. Das kulinarische Bootcamp wartet auf mich. Bin ich vorbereitet? Eventuell treffe ich den Koch des Jahrhunderts persönlich, schneid mir in die Finger (was wahrscheinlich ist), rupfe den Frosch regelwidrig auseinander, schneide das Gemüse falsch oder falle in die Rhône, während ich verzweifelt versuche, mit meinen 20 Stunden Französisch etwas zu erstottern äh zu erfragen. Drückt mir die Daumen.

Schöner kochen mit Paul.

Achtung, Luftmatratze.

28. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Grad erst heute morgen, gab es wieder so eine phantastische Meldung. Luftmatratze auf der A Irgendwo. Was ist passiert? Wie kommt das arme Ding auf die Autobahn? Man ist sich ja gewohnt, dass mittlerweile einfach alles rumliegt: Fahrräder, Sofas, Reifen, Holzteile, Rehe, Personen, Hunde und vieles mehr. Doch nun zurück zur Luftmatratze, nennen wir sie einfach halber Nizza. Vielleicht war sie auf dem Weg dorthin und ihr Besitzer hatte sie in Vorfreude schon aufgeblasen und nicht richtig festgeschnallt. Nizza liegt ja auch grad um die Ecke, wie ein Vorpommernscher Badesee. Vielleicht haben die Kinder auf den billigen Plätzen, Unfug gemacht und die arme Nizza einfach rausgeworfen. Kann man so eine Luftmatratze auch auf der Dachbox befestigen? Die sehen immer übel langweilig aus – da würde Nizza glatt was hermachen. Anyway, jetzt ist Nizza weg und mit ihr auch die sommerlichen Gedankensprünge.

Verwesung.

28. April 2011 § Ein Kommentar

Gestern Simon Becketts „Verwesung“ in einem halben Tag gelesen. Fluffig geschrieben, schnell gelesen, schlecht geschlafen. Obwohl neumodisch als Thriller klassifiziert, wohl eher ein Krimi. Der Krimi boomt. Alle schreiben oder lesen sie, nur gibt es kaum einer zu. Zuwenig anspruchsvoll. Dabei vergessen viele, dass man beim Lesen entspannen soll. Heutzutage gibt es ja fast alles: Regionalkrimis, Schwedenkrimis, Provencekrimis,  Frauenkrimis, Katzenkrimis, Gerichtssaalkrimis und was weiss ich noch. Werde mich dem kulinarische Krimi widmen, der liegt wenigstens auf meiner Wellenlänge. Da kommt der Genuss nicht zu kurz, man sitzt immerhin in guten Restaurants, wenn der Täter kommt. Oder man probiert Fugu, um es spannender zu machen. Und es gäbe eine Menge scharfer Messer, Fleischzerkleinerungsmaschinen oder Kühlräume, in die man eingeschlossen werden kann.

Jeder kann kochen.

25. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Seit Ratatouille und Rémy glauben wir, dass jeder kochen kann. Ich kann Euch sagen, spätestens wenn es um Schneidetechniken geht, ist die Party vorbei.  Ein Land, welches nicht nur über 246 Käsesorten hat, sondern ein Dutzend Varianten zum Gemüse schneiden, ist nicht nur, nicht regierbar sondern ziemlich eigenartig. Brunoise, Paysanne, Jardiniere, Macédoine, Bâtonnets, Mirepoix, Matignon. Welches sind jetzt die Würfelchen mit 5 mm, 8 mm oder 1 cm Kantenlänge? Ich komme mir vor, wie in der 1. Klasse beim Rechnen.

Fleisch ist mein Gemüse.

21. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Gerade mein Milchlammgigot vom Metzger geholt. Dabei gegen 25 Hausfrauen im Nahkampf angetreten und immer schön gelächelt. Was tut man nicht alles für ein perfektes Menü, oder? Jetzt stellt sich die Frage, ob ich morgen ein riesiges Osterfeuer anschmeisse oder doch lieber meinen Ferrari-Ofen benutze. Was gibt es dazu? Selbstgemachte Bärlauch-Gnocchi.

Camembert Japonais.

20. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Heute lachte ich mich kaputt über einen französischen Comic von Pétillon. Leider fand ich ihn nicht im Internet. Das es so was gibt, dass man Dinge nicht findet im www – wow. Jedenfalls ging es um einen Käseladen, in dem eine Kunde einen Camembert Japonais bestellt. Die Reaktion des Käsehändlers, den man sich wie Gérard Depardieu vorstellen muss, ist ungefähr vorstellbar, denke ich. Jedenfalls lernte ich dabei nicht nur meine Vokabeln, sondern auch einiges über Camembert, der eigentlich nur echt aus der Normandie ist. Alles andere ist allerlei, aber kein richtiger Camembert. Jedenfalls stellte ich mir bildlich die japanische Variante vor. Vielleicht grün durch Wasabi oder Grüntee. Eventuell mit Sesam oder aus Sojamilch. Mal Gérard fragen.

Source: Jonas Unger

Das kleine Glück II.

20. April 2011 § Ein Kommentar

Es gibt einfach Momente, da wissen wir, den perfekten Augenblick einzufangen und ihn auch zu geniessen. Was nicht immer einfach ist – wohlbemerkt. Solch einer ereilte mich gestern. Spontan nahm ich die Leu-Fähre und genoss die 5 Minuten auf dem Rhein. Mein Rhabarber war bei mir. Leider überlebte er den Nachmittag nicht und wurde zu Glace. C’est la vie.

Wo bin ich?

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