Kunst & Knödel.

27. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer nicht für die Kunst ist, ist gegen die Kunst. Vielleicht etwas agressiv ausgedrückt, aber eine ziemlich klare Ansage. Also auf ins Museumsquartier. Das Leopold Museum überzeugt mit Bild und Bau, viel Licht und auch für Nicht-Kunstfuzzis für mich sehr zugänglich. Wogegen das MUMOK eine sofortige Depression auslöst, würde Freud noch in der Stadt praktizieren, müsste ich sofort eine Stunde vorbei. Auch Female Pop Art in der Kunsthalle gefällt, nur ist mein Gehirn nach drei Stunden nicht mehr aufnahmefähig. Akute Kunstüberdosis. Da hilft nur ein Schnitzel oder Knödel. Zweites ist wirklich deftig, aber sehr fein. Nur in einer Stadt, die kurz vor dem Opernball (noch 4 Tage) steht, kann es in der Sonntagszeitung einen Knigge des Ordenswesens geben. 20 verschiedene Orden, die man sich für Verdienste um die Republik Österreich abholen kann. Ich finde, wer das MUMOK erträgt, hätte einen verdient.

Source: Kunsthalle Wien

Wiener Walzer.

26. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Im Euronight am Freitagabend. Vom Walzer bin ich noch Meilen entfernt. Nachtzug fahren ist immer irgendwie Abenteuer. Irgendwas zwischen Miss Marple und eine Dame verschwindet oder so. Auch die Abteile sehen aus wie vor 20 Jahren. Früher wäre jedoch der ungarische Geheimdienst mitgefahren (der Zug fährt tatsächlich bis Budapest). In Zürich startend sausen wir über Feldkirch, Innsbruck, Salzburg, Wels und Linz nach Wien. Einmal Österreich hin und rück. Wechselnde Reisende im Schummerlicht, komme mir vor wie auf einer Bahnhofspritsche. Und eine wirklich leere U-Bahn am Samstagmorgen.

Legendäre Küchen.

24. Februar 2011 § 4 Kommentare

Katharina von Medici – eine Italienerin als Mutter der französischen Kochkunst? Oder wie die Italiener behaupten, dass Katharina die Geheimnisse der italienischen Küche verraten hätte? Unbestritten ist, dass die neuzeitliche Kochkunst aus Italien stammt. Ursprünglich jedoch kam sie aus den asiatischen Ländern nach Griechenland und erst anschliessend nach Italien. Im antiken Rom waren die Köche meistens verschleppte Sklaven, vorzugsweise Griechen. Im Mittelalter wurde die Küche dann von den Klöstern gepflegt und weiterentwickelt. Katharina von Medici, im Jahre 1533 auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit Heinrich, nahm ihre eigenen Köche aus Florenz mit nach Frankreich. Und diese legten den Grundstein für die berühmte französische Küche. Der Larousse Gastronomique gibt an, dass die italienische Küche für das westliche Europa als wahrer Ursprung aller Kochkunst gelten muss. Somit hätten wir dies endgültig geklärt.

Source: Attila Hartwig

 

Veränderung.

23. Februar 2011 § 3 Kommentare

Erinnert man sich an die Plätze seiner Kindheit oder an Orte, an denen man grosse und schöne Dinge erlebt hat und glücklich war, möchte man einmal zu ihnen zurück. Man schwärmt von tollen Erlebnissen, Momente der Glückseligkeit. Und solche sind es auch – Momente oder Augenblicke, die entschwinden so schnell wie sie gekommen sind. Besucht man diese Orte Jahre später wieder, ist man enttäuscht, diese nicht mehr so vorzufinden. Der Glanz blättert, der Ort oder die Menschen sind nicht mehr dieselben, er oder sie haben sich verändert. Die Umstände haben ihn verändert oder du dich selbst und nimmst die Gegebenheiten anders wahr. Wir versuchen besondere Ereignisse festzuhalten, einzufrieren und sie manchmal zu wiederholen. Man erwartet, das Dinge und Orte Bestand haben und das man schöne Erinnerungen wiederholen kann. Wehmut bleibt.

 

 

Der lustigste Schlitten.

21. Februar 2011 § Ein Kommentar

Vier französische Schlittenhunde, unwillig der Arbeit und lieber auf Ferien. Nun ja, Franzosen eben. Trotz aller Anfeuerungsversuche, diese sogar mehrsprachig (was sind wir global), schnuppern sie und markieren ihren Weg oder fressen im Laufen Schnee. Von kräftig ziehen haben die vier Viecher noch nie gehört, am Hügel muss man den Schlitten samt Beifahrerin selbst hochstemmen. Schwitzen bei minus 30 Grad.  In der Parkposition jedoch, machen sie Radau wie ’ne Horde Affen und zerren am Schlitten, dass man diesen fast nicht halten kann. Mit den „escargots“ wie Claudia sie liebevoll nennt, gewinnen wir nie was oder nur ein Seniorenrennen. Hätte Amundsen die bei sich gehabt, hätte er den Südpol wohl nie erreicht.

Schöner arbeiten.

20. Februar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Forscher können Trendreports verfassen so viel sie wollen. Ich habe diese Woche die Zukunft des Arbeitens gesehen. Mit eigenen Augen. Utopia ist real und mitten unter uns – in Basel. Wir starten mit einem Rätsel. Auf welchem Unternehmensgelände befinden sich neun internationale Restaurants, diverse Cafés, eine Postfiliale, ein Coop, Apotheke, Arztpraxis, Autogarage, Velowerkstatt und eine chemische Reinigung? Ach, das Fitnessstudio hatte ich noch vergessen. Asklepios, der griechische Gott der Heilkunde und Ärzte möge mir verzeihen. Nun ja, wenigstens haben sie eine Strasse nach ihm benannt. Zwischen Curie und Descartes schlenderte ich dahin und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Beinahe hätte ich die eigene Buslinie glatt übersehen. Alles ist Kunst – Landschaftsarchitektur, Licht und Interior Design. Auch Bonusbäume und künstliche Vogelnester gibt es. Elke im Wunderland!

Mit Schirm, Charme und Champagner.

11. Februar 2011 § Ein Kommentar

Alte TV-Serien sind wie alte Freunde. Man freut sich sie wieder zu sehen, erinnert sich an die gute, alte Zeit und ist begeistert, dass es heute Filme in Farbe gibt oder HD. Mein aktueller Favorit ist „The Avengers“, in unseren Breitengraden besser bekannt als „Schirm, Charme und Melone“. John Steed ist ein Gentlemen, wie er im Buche steht und Mrs. Peel holt ihm die Eisen aus dem Feuer. Kämpft jedoch wie Lara Croft in der 1. Klasse. Aber darum geht es hier nicht. Erstaunlich ist die Trinkfreudigkeit der beiden Agenten. Fast in jeder Folge werden Whisky, Port, Sherry oder Weine gereicht. Eine Freundin riet mir einmal, eine Folge von Dallas zu schauen und dabei die Getränke zu konsumieren, die in der Folge getrunken werden. Das hält keiner 45 Minuten durch. Doch zurück zu Steed und Peel. Champagner gehört zu ihrem Lifestyle und er wird praktisch ständig getrunken. Zu jeder Tageszeit und auch wenn man gerade ohnmächtig oder niedergeschlagen worden ist. Aus Champagner-Schalen! Um es mit Malena Ruder zu sagen „Schalen sind für Menschen, die ihren Champagner ausgetrunken haben, ehe die Mousse verflogen ist und dann auf der Tanzfläche die Nacht durchmachen, ohne an den Morgen zu denken“.

Wo bin ich?

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