Inspiriert.

27. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Kommt man von einer Reise zurück, fallen einem die kleinen, winzigen Details auf. Die Tram in Basel fährt definitiv langsamer, als die in Berlin. Nun ja, dass kann auch ein Vorteil sein, denn in Berlin kann man leicht in der Kurve aus dem Sitz fallen, wenn der Busfahrer es eilig hat. Es sind die kleinen Dinge, die ich wahrnehme und für die ich mir Zeit nehme. Das ist purer Luxus! Mitten in der Woche Bahn fahren (trotzdem voll), ins Theater gehen und den Augenblick geniessen, am Nachmittag im Kaffeehaus sitzen oder 2 Stunden im Buchladen stöbern. Und ständig bekomme ich neue Ideen oder sauge Erfahrungen auf wie ein Schwamm. Ein Gespräch im ICE mit dem Marketingdirektor der Deutschen Weine – philosophiert wird über Weine (natürlich!), Rebbau, prominente Winzer aber auch Filme, das Piemont, Küche und die neusten Marketingtrends. Definitiv inspirierend. Und nebenbei noch ein paar Sektempfehlungen mitgenommen. Ausgesprochen begeistert haben mich weiterhin die Semianyki, ein Theater aus Russland, das ich in Berlin gesehen habe. Eine Crew, die pantomimisch, eine russische Familie nachstellt. Es wird gestritten, gespielt, getrunken – aber nie gesprochen. Kunst, die es wert ist, bestaunt zu werden.

Advertisements

Brot und Butter – So macht das Fashion Business.

24. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wer wie ich sein halbes Leben in einer Branche verdient hat, welche jedem Penny und noch so schlechten Kunden hinterher rennt, kann sich über die Modebranche nur wundern. Auf der Bread & Butter sah man prunkvolle Stände, die jedoch auf der Frontseite alle geschlossen waren. Man wird also nicht mit „offenen Armen“ sondern mit der Frage „ob man einen Termin hat“ empfangen. Vorerst wird jeder Besucher anhand des Messeausweises gescannt (spart übrigens das old-fashioned Visitenkarten sammeln) und erst dann kommt der verantwortliche Sales Manager vor den Stand. Jetzt hat man geschätzte 5 Minuten um klarzumachen, was man a) möchte und b) das man wichtig ist und erst dann wird man eventuell in den Messestand gebeten. Auch dann ist nicht garantiert, dass der Einkäufer den gewählten Brand bekommt. Um die Marke zu schützen, wird erst das Konzept, der Shop, sowie Standort und Stadt überprüft. Passt es, ist man drin. Wir brauchen nicht zu erwähnen, dass Pappnasen auf der weltgrössten Urban-Streetwear-Denim Messe nichts zu lachen haben. Uns gefiel besonders die L.O.C.K., die Halle der modernen Traditionalisten, wo Vintage Mode die Vergangenheit und Zukunft vereint.

Ick jeh uff ´ne Fete.

23. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Das grosse Berlin der 20er Jahre lebt wieder auf. Zumindestens auf der BBB Opening Party. Gangster, Liebchen, Poker und Black Jack – Willkommen im Absolute Cotton Club. Und mittendrin A-Promi Michel und sein Gefolge. Der Unterschied ist, das Michel´s Style echt ist und nicht nur für einen Abend gewählt wurde. Er wird fotografiert, von Italien bis Japan und für den Berliner Tagesspiegel. Daneben schlürfen wir Prosecco zwischen Schauspielern, MTV Moderatoren und der Berliner Unterwelt. Rico „Angelface“ Müller boxt gegen Nestor „Bocha“ Faccio und gewinnt die IBO Youth World Championship. So richtig mit Schweiss und allem drum und dran. Zwischen Schweinehälften und Models (wer kennt schon manchmal den Unterschied) geht der Abend erst am Morgen zu Ende. Und das ganz ohne Currywurst. Vorerst.

Guten Morgen Berlin.

18. Januar 2011 § Ein Kommentar

Du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau – laut Songtext von Peter Fox. Und er hat Recht. Ich darf das sagen, denn ich bin hier geboren und aufgewachsen. Oder um Jost Kaiser zu zitieren: „ Es gibt Leute, die ziehen wegen des Jobs um. Und es gibt Leute die gehen nach Berlin, bevor Sie wie Papi CDU wählen und Wagner hören.“ Endlich einer, der es ausspricht. Pseudocoole Typen, die nichts wirklich gebacken kriegen, nicht arbeiten – nur frühstücken. Dann ab nach Berlin, da ist man dann richtig. Das „neue New York“ muss noch ’ne Weile an sich arbeiten, um erfolgreich zu sein. Die Fashion Week und die Bread & Butter sind unser Ziel. Eine Menge Glamour für Berlin. Vielleicht auf einen Prosecco  mit Wowi?

Grosse Entdecker.

16. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Gestern die Ausstellung im Historischen Museum Bern „James Cook und die Entdeckung der Südsee“ bewundert. James Cook war der größte Entdecker des 18. Jahrhunderts und für viele die nach ihm kamen, gab es kaum noch etwas zu entdecken. Aber was macht eigentlich grosse Entdecker aus? Mutig und tapfer waren sie, leidensfähig und dennoch stark und diszipliniert. Neues entdecken, neugierig sein und Ausdauer haben, sich auf alles einstellen müssen. Was gibt es heute noch zu entdecken? In erster Linie uns selbst und dabei stellen wir uns oft ein Bein. Sich selbst erkennen, wissen was man/frau ausmacht und was man möchte, nicht gleich aufgeben beim ersten Hindernis. Ich arbeite daran.

Source: Nathaniel Dance (Public Domain)

Professor Sprout.

14. Januar 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Schaue ich auf dem Balkon den gekauften Grünkohl an, fühle ich mich wie Professor Sprout mit ihren Alraunen in Hogwarts. Obwohl der Grünkohl nicht schreit (wäre auch zu doof, beim Zubereiten mit Ohrenschützern zu arbeiten) sieht er zumindest irgendwie phantasievoll aus. Während er hier eher unbekannt ist, gehört er in Norddeutschland zum Winter wie warme Socken. Dazu kombiniere ich eine Basler Rauchwurst, die dem Ganzen noch einen regionalen Touch gibt. Auch die Holländer, Dänen und Schweden schätzen den Kohl, der als traditionelles Winter – und Weihnachtsgericht gegessen wird. Und während die Alraunen nachts Partys feiern, wird mein Grünkohl die kommende Nacht nicht überleben. Bon Appétit!

Meet me on Facebook.

13. Januar 2011 § 3 Kommentare

Bei meinen momentan zahlreichen Kaffehaus-Besuchen fiel mir die neue Kampagne von cards for free auf. „Meet me on Facebook“ ist durchaus einen Blick wert. Vermutlich eher für die männlichen Besucher, aber immerhin. Neben der Debatte über Knackärsche, diskutierten wir über die erleichterten Flirtbedingungen für Singles. Halte einfach eine Postkarte hoch und jeder versteht, was man/frau will. Einfach, oder? So sollte Marketing sein – einfach. Gestern entspannte sich daraus (im gleichen Kaffeehaus wohl bemerkt) ein hitziges Gespräch über Personen, die zwar auf Facebook registriert sind, jedoch keine Posts schreiben. Sogenannte Facebook-Ratten – in der Nähe der Menschen lebend, sich anpassend (auf Facebook registriert) aber keine eigenen Informationen preisgebend. Nun ja, ziemlich negativ, oder? Im chinesischen Tierkreis steht die Ratte jedoch für Ehrlichkeit und Kreativität. Dann hoffen wir mal, das sie diese auch für kreative Posts einsetzen können.

Wo bin ich?

Du siehst dir momentan die Archive für Januar, 2011 auf die kantine an.